Ich suche jetzt schon länger die Trainingseinheiten FIFA 11+? Wo finde ich die?
Ich suche jetzt schon länger die Trainingseinheiten FIFA 11+? Wo finde ich die?
Mahlzeit zusammen 👋
Wie sollte man das Thema Abseits im Training handhaben? Aktuell achten wir in jedem Training darauf, dass die Spielerinnen (U13) nicht im Abseits stehen und ahnden es auch konsequent.
Jetzt habe ich hier viele Übungen gesehen, bei denen das gar keine Rolle spielt.
Sollte ich das tatsächlich im Training nicht mit einbauen?
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Guten Morgen,
ich bin neu hier, habe aber direkt eine Frage :-)
Zuerst kurz zu meiner Person: Ich bin Jörg, 43 Jahre alt und seit Juli 25 Trainer einer U13 Mädchenmannschaft. Vorher war ich als Trainer noch gar nicht aktiv, nur als Schiedsrichter.
Nun zu meiner Frage: Wie gestaltet ihr eure Planung auf die Saison bzw. das Halbjahr gesehen?
Aktuell planen wir (habe noch 2 Co-Trainerinnen) das Trainings abwechselnd und halt immer erst, wenn das eine Training vorbei ist.
Das finde ich nicht optimal und ich möchte zur Rückrunde gerne etwas mehr Struktur und Planungssicherheit einbringen. Ich hatte überlegt, ob man ggfs. in 2-3 Wochenblöcken Themen einbringt und diese trainiert und dann direkt einen Plan entwirft, was in welcher Woche dran ist - bis zum Saisonende durchgeplant.
Was haltet ihr davon bzw. wie handhabt ihr das?
Vielen Dank und Gruß,
Jörg
Hallo in die Runde, unseren Verein plagen seit mittlerweile leider einigen Jahren größere Nachwuchsprobleme. Wir kommen aus dem ländlichen Raum (Kleinstadt ca. 15.000 Einwohner). Im Stadtgebiet (mit den Ortsteilen) gibt es in Summe 4 Fußballvereine, die alle auf denselben potentiellen „Pool“ an Kindern zurückgreifen, es kommen jetzt viele geburtenschwache Jahrgänge, der demographische Wandel hat endgültig zugeschlagen. Zudem gibt es in unserer Kleinstadt viele weitere lukrative Sportangebote für Kinder und Jugendliche (Handball, Judo etc.). Drei der vier Fußballvereine (wir eingeschlossen) haben sich vor 2 Jahren entschieden im Großfeldbereich zusammenzuarbeiten, hierfür wurde unter neutralem Namen ein Jugendförderverein gegründet. Mittlerweile greift der Jugendförderverein ab der E-Jugend aus ausbildungstechnischen Gründen. Lediglich G-Junioren und F-Junioren sowie der Männerbereich verbleiben bei den einzelnen Vereinen. Nun stehen wir aktuell mit 6 Kindern bei den G-Junioren und 11 Kindern bei den F-Junioren da, beides nicht wirklich erfüllend. Es gab viele Aktionen mit Kindergärten zur Nachwuchsgewinnung (Frühjahr: Abnahme DFB-Paule-Bewegungsabzeichen in den Kitas; Sommer: Kita-Bewegungstag mit unseren verschiedenen Abteilungen unseres Sportvereins im Stadiongelände; Herbst: Durchführung von Schnuppertrainings mit den Kitas im Stadiongelände). Alles leider ohne wirklichen Zulauf im Nachwuchsbereich. Vielleicht habt ihr Anregungen und Ideen, wie man das Nachwuchsproblem lösen und angehen kann (einer der anderen Vereine hat zum Beispiel 20 bis 25 Kinder in der F-Jugend).
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Jetzt ist der Moment.
Schöne Halleineinheit mit 12 motivierten D-Jugend-Stinkern
Ich hab heute folgende Trainingseinheit erprobt und sowohl ich als auch die Kids haben diese für gut befunden. Wie immer Zwiebeltechnik:
Padel-Soccer (Chinesische Variante) (15Min)
Mittellinien 2-gegen-1 (20 Min)
Überzahl-Einlaufen (25 Min)
Tschechenrollenturnier 4vs4 (30 Min)
Rating der Kids: 4,5/5 Sternen.
Beim Einzelfeedback hat tatsächlich das Paddel Soccer in der chin. Variante am besten abgeschnitten.
Grüß euch!
Robin
Anonymes Feedback der Kinder nach dem Training
Ein kleines Goody für die Kids – und ehrliche Kommunikation für uns
Es ist wieder so weit: ein neuer Blog. Nicht, weil ich zu viel Zeit hätte – ich sortiere einfach gern meine Gedanken und Experimente. Und ja, ich lese mich selbst gern; das hatten wir schon. Richtig rund wird’s durch eure DMs mit Nachfragen und Anregungen. Vielleicht wird das wirklich ein Hobby: klassisch bloggen, mit Text.
Im letzten Beitrag ging’s um Konzentration und Einsatzbereitschaft im Kindertraining. Kurzfassung: Kinder sind nicht „undiszipliniert“, sie ticken anders. Der Weg von Trainingsvolumen plus Anstrengung zu langfristigem Erfolg ist für sie weit weg – sprich: unsichtbar. Training muss für Fokus und Einsatz eine Belohnung anbieten.
Wer im Sinne von Advance Football denkt, weiß: Wir bauen Lernsituationen, keine Drills. „Klassische Erwärmung“ und „Basics“ als Pflichtprogramm? Eher nein. Und wir kennen alle den inneren Monk, der bei Fortbildungen nervös wird und Nackenklatscher verteilen will, wenn „alte, bewährte Rezepte“ als Weisheit verkauft und unkritisch abgenickt werden. Zum Glück denken viele inzwischen anders. In Wolfsburg, bei meiner ersten Advance-Football-Ausbildung, habe ich großartige Leute kennengelernt, die das Kind im Kontext des Trainings sehen – und die Nebenwirkungen schlechter Routinen kennen. Einige waren echte AF-Nerds und kannten jede Fortbildung der Plattform, so wie ich. Was für eine starke Veranstaltung mit euch.
Nach der AF-Ausbildung – Kern: maximale Freude, maximale Aktivität, maximale Intensität, maximale Qualität – stellte sich mir eine Frage: Wie skaliere ich das? Klar hat man als Trainer ein Gefühl, ob eine Einheit Spaß gemacht hat und dicht war. Aber meine Wahrnehmung und die der Kinder liegen oft auseinander. Was zehn Kids feiern, finden sechs andere „meh“. Die Form rollt – einer friert trotzdem. Ihr wisst, worauf ich hinauswill: Ich muss die Kinder nach der Einheit fragen.
Nur: „Na, hat’s euch Spaß gemacht?“ funktioniert leider nicht. Welcher Elfjährige stellt sich vor die Gruppe und sagt gegen die Dynamik: „Coach, heute eher so mittel“?
Erster Versuch: Zettel in meiner Anwesenheit ausfüllen. Ergebnis: Offenbar bin ich der beste Jugendtrainer der Welt – Schnitt 9,81/10. Realistisch? Wohl kaum. Gegentest in einer anderen Einheit: anonymes Feedback per Google Forms. Plötzlich tauchten ehrliche 6/10-Antworten auf – bei einer Session, von der ich sicher war, dass sie alle gefeiert haben.
Nebenbei eine klare Erkenntnis: Der Trainingsabschluss verzerrt die Bewertung überproportional. Gute Einheit, bewährte Formen – und zum Schluss ein Generalanschiss wegen fehlender Fairness. Ergebnis: Spaß rutscht auf „mittel“, die sonst stabilen 7–10 zerfasern plötzlich von 1 bis 10. Passt zur Faustregel: Das letzte Erlebnis dominiert, weil es am präsentesten ist. Interessant war auch, dass die Kids, die erst einen Tag später das Formular ausfüllten, wieder stabile 8 bis 10ner-Bewertungen abgaben. Zufall? Ich denke eher nicht.
Das anonyme Feedback – ich frage neben Spaß, Intensität und Aktivität auch konkrete Übungen, eigenes Disziplinempfinden und eine kurze Reflexion ab – zeigte außerdem: Carsten 1-gegen-1 und die 3-gegen-2-Teamwettkampf-Form lieben die Kids abgöttisch. Fangspiele wurden dagegen mehrheitlich als „nicht wiederholungswürdig“ eingestuft – trotz Lautstärke und viel Gelächter. Klingt paradox, passt aber: Lärm ist kein Proxy für Reiz. Es kann auch sein, dass 1-gegen-1, Spielform und Abschlussspiel das Fangspiel im direkten Vergleich alt aussehen lassen. Vielleicht schließe ich mal mit einem Fangspiel ab. Punkt ist: Unsere Einschätzung „läuft“ muss nicht die der Kinder sein – und vielleicht ist auch die Position des Fangspiels in der Trainingsstruktur der eigentliche Grund. Ich notiere das als auffällig, nicht als Urteil. Ich werde das auf jeden Fall beobachten.
Was ich durch das anonyme Feedback erlebe: Die Kids (D-Jugend) stürzen sich wie Gubbies auf den Link, sobald ich das Formular in die Gruppe stelle – weil sie sich in einem sicheren Raum wirklich äußern wollen. Und ich bekomme ein besseres Gefühl dafür, ob meine Einschätzung zum Kader passt. Es ist eine kleine Qualitätssicherung des Trainings – genau das, was sich jede Fortbildung auf die Fahne schreibt. Probiert’s aus. Ihr werdet Überraschungen erleben...
Bis dahin.
Robin