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Markus B.

Hamburg, Deutschland

18. Mai, 22:39 Uhr

Moin Kevin,

wenn die Kids Spaß am "stören" haben, dann hat man kaum Chancen dagegen zu halten. Ich glaube solche Kids gibt es in nahezu jeder Mannschaft.

Einige Dinge kann man da aber schon probieren.

Angefangen bei ganz harmlosen Dingen wie "bei drei Ermahnungen im Training muss beim nächsten mal ein Kuchen mitgebracht werden".

Ich habe mal eine gelbe und eine rote Karte mitgebracht und meinen Jungs gesagt, dass für sie das Training beendet ist, sollten sie von mir die rote Karte bekommen. Ich musste nur zweimal die gelbe Karte zeigen. Das Androhen einer Konsequenz hat bei uns funktioniert.

Ich habe auch schon mal meine Erklärung abgebrochen und habe mich dann einfach auf den Rasen gesetzt als die Störungen nicht aufhörten. Das haben die Jungs schnell gemerkt und haben sich dazugesetzt. Dann haben wir gesprochen, warum ich mich plötzlich hingesetzt habe. Das hat auch gut funktioniert.

Du kannst den Störenden auch Sonderaufgaben geben. Z.B. die Tore von xy zählen doppelt o.ä. So stehen sie auch im Mittelpunkt aber auf positive Art.

Überlege dir eine Art "Eskalationstreppe". Im Podcast von AF wurde auch schon mal das Thema angerissen.

1. Kind zur Seite nehmen und unter vier Augen sprechen. Egal ob vor, während oder nach dem Training.

2. Gespräch mit den Eltern führen, wenn 1. überhaupt nicht klappt.

3. Eltern verpflichten beim Training dabei zu sein, wenn auch 2. nicht wirkt.

4. Training früher beenden und in der Gruppe den "Störfall" besprechen.

Vielleicht ist ja der eine oder andere Tipp für dich dabei.

Gruß Markus

15. Dezember, 10:35 Uhr

Gutes Training mit Spaß und Freude, ist eine gute Werbung. Gerade bei Kindern in der Altersklasse. Macht das Training Spaß und kommen die Kinder regelmäßig zum Training, tragen sie es auch in die Kita/ Schule. Die Erfahrung habe ich auch gemacht. 

2/2

15. Dezember, 10:32 Uhr

Moin,

als erstes würde ich schauen, was der Verein mit den vergleichsweise vielen Kinder anders macht als ihr. Kinder entscheiden sich für eine Sportart, weil sie sie spielen wollen. Da ist es für die Kinder eigentlich egal wie die Strukturen im Verein sind, welche Events nebenbei veranstaltet werden oder ob sie ein Willkommensgeschenk zum Eintritt in den Verein bekommen usw. Vorrangig sind es leider die Eltern, die überzeugt werden müssen ihre Kinder beim Verein XY anzumelden. Da der eine Verein bei euch keine Nachwuchsprobleme zu haben scheint, ist es für diesen Verein schon eine gute Werbung. Das ist für viele Eltern schon das Signal, dass es DER Verein sein muss. Da spielt es dann keine Rolle was hinter den Kulissen abläuft. Ähnlich kenne ich es aus meinem Umfeld. Einer von drei Vereinen aus unmittelbarer Nähe braucht sich keine Nachwuchssorgen machen. Der Name des Vereins ist für viele Eltern ausschlaggebend (leider). 

1/2

05. November, 09:15 Uhr

Endlich mal ein Abo, welches sich wirklich lohnt! Sehr cool!

26. Oktober, 16:54 Uhr

Moin,

sowas wird immer wieder mal vorkommen und lässt sich nicht immer vermeiden. Nach drei Monaten ist es auch schwierig da den kompletten Überblick über alle Teamkombinationen zu haben. Nach einiger Zeit kommt das aber von alleine. Zudem ist die "Spielstärke" bei der Altersgruppe auch häufig tagesformabhängig (bei meiner 2020er Truppe jedenfalls). Das macht es noch schwieriger.

Ich mache es mittlerweile so, dass ich die besonders ambitionierten Kinder nicht mehr gegen die ganz "schwachen" Kinder spielen lasse (es sollen ja alle Spaß haben). Wenn es aber mal nicht anders geht, dann lasse ich ein Kind mehr im schwächeren Team mitspielen oder ich spiele selbst etwas mit.

Je nach Mannschaftsgröße und Trainingsbeteiligung kann man aber auch immer wieder neu durchmischen.

Bei einigen Kindern klappt auch die Kombination von ganz stark und ganz schwach zusammen in einem Team, sodass die Teams ausgeglichen "leistunsstark" sind. Das klappt nicht bei allen Kindern!

Was den Kindern auch hilft, ist es viel zu loben. Ein Lob für einen Pass oder eine Ballannahme bewirkt oft Wunder und motiviert die Kids ungemein. Das hilft dann auch mal über ein verlorenes Spiel hinweg.

Wenn die Kids mal nicht die Tore mitgezählt haben und mich nach dem Spiel fragen, wer gewonnen hat sage ich: ihr habt alle gewonnen. NOCH klappt das. ;-)

17. September, 19:58 Uhr

Moin Paolo,

ich trainiere ebenfalls eine 2020er Mannschaft. Allerdings schon seit September letzten Jahres. Der Anfang ist schon eine Herausforderung. Die Kids starten erst ihre Fußballkarriere und deshalb ist es noch gar nicht so entscheidend richtige Übungen anzubieten. Ich hatte den Fokus am Anfang auf Fangspiele, Koordinations- und Bewegungsübungen in der gesamten Gruppe gesetzt. Wenn du erstmal Spiele/Übungen gefunden hast, die von (fast) allen gut angenommen werden, kannst du diese für das nächste Training leicht variieren. Für die kleinen ist es dann neu und aufregend (meine Erfahrung). Mittlerweile besteht mein Training nach der Tummelphase aus drei Blöcken: 1. Chaosspiel (6 Teams) mit verschiedenen Bällen (Softball, Football, Fußball). 3 Runden a max. 2 Minuten. Hier kann man sehr viel variieren: rückwärts laufen, hüpfen, rückwärts durch die Beine werfen...

2. Fangspiele: Kettenfangen, Brückenfangen, Eisticken.... Je nach Laune 3-4 Runden a max. 1 Minute.

3. Abschlussspiele: 2vs2/ 3vs3. max. 10 Minuten pro Runde. Verschiedene Felder. Funino, 1/1 Tore, Diagonalfunino... Das normale Funino-Feld nutze ich, um den Kids die Regeln (Seitenaus, eindribbeln, Abstandregel...) beizubringen.

Viele Grüße

Markus

01. September, 12:37 Uhr

2/2

Zum Trainingsbeginn machen wir 1-2 solcher Spielchen bevor wir dann mit Funino starten. Der Spaß hält meistens bis zu den Spielen an und die Kinder machen dann auch mit. Der eine oder andere braucht dennoch etwas Motivation von außen und bei anderen ist dann einfach die Luft raus während die etwas weiteren Kinder einfach durchspielen. Einige meiner Kids haben sich mit der Zeit vom zurückhaltenden Spieler zum "Vollblutfußballer" entwickelt.  

Gruß aus Hamburg

Markus

01. September, 12:29 Uhr

Moin Julian,

ich trainiere ebenfalls eine G- Jugend (2020). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man in dem Alter nie alle Kinder gleichermaßen abholen kann. Das Leistungsgefälle (wenn man denn schon von Leistung indem Alter sprechen kann, ist einfach zu groß. Einige haben schon im Krabbelalter mit Bällen gespielt, andere kommen erst mit dem Eintritt in den Verein mit Fußball in Berührung. Was mir auf jeden Fall immer hilft, ist, den Kindern möglichst viel Spaß bei den Übungen zu bieten. Das holt alle ab. Das erreiche ich indem ich relativ viel variiere. Übungen die gut angenommen werden, ändere ich leicht um (z.B. nutze ich beim Chaosball verschiedene Bälle. Softbälle, Footbal, Fußbälle, Tennisbälle usw.). Dazu passe ich die Regeln oder auch den Aufbau nach Bedarf an. Das Ganze dann in Wettkampfform mit spaßigen Teamnamen verpacken (Team Gummibärchen, Team Lollis, Team Wassermelonen...) und schon machen alle mit.