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Markus B.

Hamburg, Deutschland

18. Mai, 22:39 Uhr

Moin Kevin,

wenn die Kids Spaß am "stören" haben, dann hat man kaum Chancen dagegen zu halten. Ich glaube solche Kids gibt es in nahezu jeder Mannschaft.

Einige Dinge kann man da aber schon probieren.

Angefangen bei ganz harmlosen Dingen wie "bei drei Ermahnungen im Training muss beim nächsten mal ein Kuchen mitgebracht werden".

Ich habe mal eine gelbe und eine rote Karte mitgebracht und meinen Jungs gesagt, dass für sie das Training beendet ist, sollten sie von mir die rote Karte bekommen. Ich musste nur zweimal die gelbe Karte zeigen. Das Androhen einer Konsequenz hat bei uns funktioniert.

Ich habe auch schon mal meine Erklärung abgebrochen und habe mich dann einfach auf den Rasen gesetzt als die Störungen nicht aufhörten. Das haben die Jungs schnell gemerkt und haben sich dazugesetzt. Dann haben wir gesprochen, warum ich mich plötzlich hingesetzt habe. Das hat auch gut funktioniert.

Du kannst den Störenden auch Sonderaufgaben geben. Z.B. die Tore von xy zählen doppelt o.ä. So stehen sie auch im Mittelpunkt aber auf positive Art.

Überlege dir eine Art "Eskalationstreppe". Im Podcast von AF wurde auch schon mal das Thema angerissen.

1. Kind zur Seite nehmen und unter vier Augen sprechen. Egal ob vor, während oder nach dem Training.

2. Gespräch mit den Eltern führen, wenn 1. überhaupt nicht klappt.

3. Eltern verpflichten beim Training dabei zu sein, wenn auch 2. nicht wirkt.

4. Training früher beenden und in der Gruppe den "Störfall" besprechen.

Vielleicht ist ja der eine oder andere Tipp für dich dabei.

Gruß Markus

Gepostet

28. März, 07:48 Uhr

Hallo zusammen,

ich trainiere seit 1,5 Jahren eine 2020er Mannschaft. Mein Training schließt immer mit  Abschlussspielen ab. Wirklich alle Kids sind dann Feuer und Flamme. Natürlich gibt es teilweise große Unterschiede, was die Entwicklung und auch das fußballerische Können angeht bei der Truppe. Meine Lösungen: a) die einzelnen Teams werden ihres "Niveaus"  entsprechend  gebildet oder b) ich lasse die Kids selbst ihre Teams bilden. Das klappt wirklich gut. Kein Kind ist frustriert, alle spielen auf ihrem Niveau. So auch beim letzten Training. Die fußballerisch eher weiterentwickelten Kids haben im 3vs3 Funino gespielt. In einem Team war ein Junge (01.2020), der auch schon körperlich einigen anderen überlegen ist. Dieser Junge setzt seinen Vorteil auch gerne mal ein. D.h. Kinder fallen schon mal hin beim Kampf um den Ball. So auch beim letzten Training. Aber: kein Kind hat geweint, kein Kind hat sich beschwert, keine unser Regeln wurde gebrochen. Also habe ich bewusst nicht eingegriffen. Während des Spiels bin ich zufällig in die Nähe des Zuschauerzauns geraten. Sofort kam Bewegung in der Elternschaft auf und 3 Eltern kamen direkt auf mich zu. Ein Vater meinte, man müsse sofort eingreifen. Ohne Kommentar bin ich schnell wieder aus der " heißen Zone" raus. 

Ich war sehr überrascht von diesem Seitenhieb des Vaters, denn erst kürzlich hatten wir einen Elternabend, der  ohne Feedback der Eltern zum Training blieb. Auch spricht mich niemand nach den Trainings an und ich bekomme auch keine Nachrichten danach.

Leider habe ich mich nach dem nächsten "robusteren" Zweikampf dazu hinreißen lassen, den Jungen an die Seite zu nehmen, um mit ihm zu sprechen. Abseits der Eltern und abseits der Teams. Die Folge: der Junge hat sich ab da an sehr zurückgezogen. Die Intensität war bei ihm komplett raus. Das Training war zum Glück einige Minuten später zu Ende. Für mich ist klar, dass ich mich dem Elternzaun während des Trainings nicht mehr nähern werde. 

Wie reagiert ihr in solchen Situationen? Eingreifen oder laufen lassen?

Ich freue mich über eure Antworten!

Markus

1

15. Dezember, 10:35 Uhr

Gutes Training mit Spaß und Freude, ist eine gute Werbung. Gerade bei Kindern in der Altersklasse. Macht das Training Spaß und kommen die Kinder regelmäßig zum Training, tragen sie es auch in die Kita/ Schule. Die Erfahrung habe ich auch gemacht. 

2/2

15. Dezember, 10:32 Uhr

Moin,

als erstes würde ich schauen, was der Verein mit den vergleichsweise vielen Kinder anders macht als ihr. Kinder entscheiden sich für eine Sportart, weil sie sie spielen wollen. Da ist es für die Kinder eigentlich egal wie die Strukturen im Verein sind, welche Events nebenbei veranstaltet werden oder ob sie ein Willkommensgeschenk zum Eintritt in den Verein bekommen usw. Vorrangig sind es leider die Eltern, die überzeugt werden müssen ihre Kinder beim Verein XY anzumelden. Da der eine Verein bei euch keine Nachwuchsprobleme zu haben scheint, ist es für diesen Verein schon eine gute Werbung. Das ist für viele Eltern schon das Signal, dass es DER Verein sein muss. Da spielt es dann keine Rolle was hinter den Kulissen abläuft. Ähnlich kenne ich es aus meinem Umfeld. Einer von drei Vereinen aus unmittelbarer Nähe braucht sich keine Nachwuchssorgen machen. Der Name des Vereins ist für viele Eltern ausschlaggebend (leider). 

1/2

Gepostet

21. November, 21:31 Uhr

Moin zusammen,

wie geht ihr mit Verstößen gegen allgemeine Regeln um? Welche Konsequenzen zieht ihr? Welche Tipps habt ihr?

Ich hatte bereits mehrmals den Fall, dass Kinder unentschuldigt beim Training gefehlt haben oder diese sehr sehr kurzfristig vom Training abgemeldet wurden. Das bringt oft meine Trainingspläne durcheinander.Trotz mehrmaliger Bitte um Einhaltung der abgestimmten Regeln, halten sich nicht alle Eltern daran. Die Regeln und Erwartungen an Eltern und Kinder habe ich sowohl beim Elternabend vorgetragen, schriftlich an alle verteilt, immer wieder im Gruppenchat wiederholt und auch in Einzelgesprächen erklärt. Trotzdem wird immer wieder dagegen verstoßen. Ich persönlich halte es für eine Frage des Respekts sich an abgestimmte Regeln zu halten. Und dies unabhängig vom Alter der Kinder. Ich kann mich auch nicht wirklich mit dem Gedanken anfreunden, Kinder für das Fehlverhalten der Eltern zu bestrafen bspw. durch Nichtnominierung für die Spiele. Wie seht ihr das?

Gruß Markus

4

05. November, 09:15 Uhr

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26. Oktober, 16:54 Uhr

Moin,

sowas wird immer wieder mal vorkommen und lässt sich nicht immer vermeiden. Nach drei Monaten ist es auch schwierig da den kompletten Überblick über alle Teamkombinationen zu haben. Nach einiger Zeit kommt das aber von alleine. Zudem ist die "Spielstärke" bei der Altersgruppe auch häufig tagesformabhängig (bei meiner 2020er Truppe jedenfalls). Das macht es noch schwieriger.

Ich mache es mittlerweile so, dass ich die besonders ambitionierten Kinder nicht mehr gegen die ganz "schwachen" Kinder spielen lasse (es sollen ja alle Spaß haben). Wenn es aber mal nicht anders geht, dann lasse ich ein Kind mehr im schwächeren Team mitspielen oder ich spiele selbst etwas mit.

Je nach Mannschaftsgröße und Trainingsbeteiligung kann man aber auch immer wieder neu durchmischen.

Bei einigen Kindern klappt auch die Kombination von ganz stark und ganz schwach zusammen in einem Team, sodass die Teams ausgeglichen "leistunsstark" sind. Das klappt nicht bei allen Kindern!

Was den Kindern auch hilft, ist es viel zu loben. Ein Lob für einen Pass oder eine Ballannahme bewirkt oft Wunder und motiviert die Kids ungemein. Das hilft dann auch mal über ein verlorenes Spiel hinweg.

Wenn die Kids mal nicht die Tore mitgezählt haben und mich nach dem Spiel fragen, wer gewonnen hat sage ich: ihr habt alle gewonnen. NOCH klappt das. ;-)

17. September, 19:58 Uhr

Moin Paolo,

ich trainiere ebenfalls eine 2020er Mannschaft. Allerdings schon seit September letzten Jahres. Der Anfang ist schon eine Herausforderung. Die Kids starten erst ihre Fußballkarriere und deshalb ist es noch gar nicht so entscheidend richtige Übungen anzubieten. Ich hatte den Fokus am Anfang auf Fangspiele, Koordinations- und Bewegungsübungen in der gesamten Gruppe gesetzt. Wenn du erstmal Spiele/Übungen gefunden hast, die von (fast) allen gut angenommen werden, kannst du diese für das nächste Training leicht variieren. Für die kleinen ist es dann neu und aufregend (meine Erfahrung). Mittlerweile besteht mein Training nach der Tummelphase aus drei Blöcken: 1. Chaosspiel (6 Teams) mit verschiedenen Bällen (Softball, Football, Fußball). 3 Runden a max. 2 Minuten. Hier kann man sehr viel variieren: rückwärts laufen, hüpfen, rückwärts durch die Beine werfen...

2. Fangspiele: Kettenfangen, Brückenfangen, Eisticken.... Je nach Laune 3-4 Runden a max. 1 Minute.

3. Abschlussspiele: 2vs2/ 3vs3. max. 10 Minuten pro Runde. Verschiedene Felder. Funino, 1/1 Tore, Diagonalfunino... Das normale Funino-Feld nutze ich, um den Kids die Regeln (Seitenaus, eindribbeln, Abstandregel...) beizubringen.

Viele Grüße

Markus

01. September, 12:37 Uhr

2/2

Zum Trainingsbeginn machen wir 1-2 solcher Spielchen bevor wir dann mit Funino starten. Der Spaß hält meistens bis zu den Spielen an und die Kinder machen dann auch mit. Der eine oder andere braucht dennoch etwas Motivation von außen und bei anderen ist dann einfach die Luft raus während die etwas weiteren Kinder einfach durchspielen. Einige meiner Kids haben sich mit der Zeit vom zurückhaltenden Spieler zum "Vollblutfußballer" entwickelt.  

Gruß aus Hamburg

Markus