Kämpferspiele zum Mentalitätstraining
Hallo Zusammen,
Ich bin U13 Trainer eines ambitionierten Amateurvereins, der sich direkt unter den Nachwuchsleistungszentren bewegt.
Ich wollte einfach mal meine Erfahrungen zu dem Thema „Kämpferspiele“ teilen. Mir ist wichtig zu sagen, dass es sich hierbei nur um eine Erweiterung handelt, um die Gewinnermentalität zu fördern.
Wir haben zum Beispiel beim Carsten 1 vs 1 Durchgänge so gespielt das die Kinder ein Tor unter allen Umständen vermeiden sollten, zur Not auch mit einem Foul. Natürlich wurde darauf hingewiesen, dass die Kinder sich im Training nicht gegenseitig verletzen sollen. Dennoch waren Festhalten und Armeinsatz erlaubt. Die Mentalität der Kinder war spürbar höher und die Kinder, die noch Probleme hatten ihren Körper einzusetzen im Zweikampf haben nachhaltig gelernt mit fairem Ziehen und Drücken die Bälle zu erobern. Ich war echt begeistert und hätte das nicht erwartet wie gut die Kinder das aufgenommen haben.
Ich persönlich denke, dass „Kämpferspiele“ immer mal wieder ein spannendes Mittel sein können abwechslungsreich Durchsetzungsfähigkeit und Gewinnermentalität zu entwickeln.
Sankt Pauli setzt im Grund- und Aufbaubereich sehr bewusst auf diese Spiele und streut sie immer wieder ins Training auf verschiedene Art und Weise ein.
Was denkt ihr über diesen Ansatz?
Sportliche Grüße,
Peter
Beantwortet am Kämpferspiele zum Mentalitätstraining...
25. Februar, 23:09 Uhr
Doch die Kinder spielen mit Armeinsatz und fairem Halten und Ziehen, da es in der höchsten Landesspielklasse sonst schwer wird.
Vielleicht sollte man dazusagen, dass die Kinder in den letzten Jahren oft ohne die nötige Intesität und Zweikampfmomente trainiert haben und oft ihre Geschwindigkeitsvorteile oder auch technischen Überlegenheiten nutzen konnten, um Duelle für sich zu entscheiden.
Dennoch war bei den Kindern, die sich noch schwer tun den Körper einzusetzen, zu erkennen, wie leicht es ist mit etwas umfangreicherem Körpereinsatz den Ball zu gewinnen. Die Intensität in den Duellen war um einiges höher und das konnten die Jungs auch nachhaltig für sich mitnehmen und umsetzen.
Es ging uns ausschließlich darum mit der Variation, die Gewinnermentalität zu fördern und das Mindest zu entwickeln „Jedes Duell gewinnen zu wollen“.
Es war also ein erfreulicher Seiteneffekt das die Jungs lernten, den Körper so einzusetzen, das sie den Ball gewonnen haben. Man kann durchaus sagen, dass wir in der Mannschaft einige Bären (Spieler die sich nicht vor dem Zweikampf scheuen) und einige Rehe (Spieler die Angst vor dem Zweikampf haben) haben. Natürlich bewegen sich manche Spieler auch dazwischen. Den „Bären“ fiel es sehr einfach auch mit erweitertem Körpereinsatz den die Bälle zu gewinnen. Für die anderen Jungs war es ein großer Lerneffekt, wie man mit mit den Armen und mit dem Körper den Ball gewinnen kann, zusätzlich zu dem warten bis der Gegner den Ball freigibt.
Ich fand das extrem spannend und hilfreich für die Jungs. Sowohl mit als auch gegen den Ball.