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Bambini-Training: So begeisterst du Kinder für dein Fußballtraining

Bambini-Training ist kein kleines Erwachsenentraining. Es ist eine Spiel- und Bewegungsstunde mit Ball, vielen Erfolgserlebnissen und einem klaren Ziel: Die Kinder sollen mit einem Lächeln kommen — und mit einem Lächeln gehen.

Hier bekommst du Übungen und Tipps, wie das gelingt.

Bambini-Übungen entdecken

Bambini-Training

Spaß und viel Bewegung – das perfekte FUNdament

Die wichtigsten Prinzipien für Bambini-Training

😊 01

Spaß zuerst

Wenn Kinder sich aufs nächste Training freuen, bist du auf dem richtigen Weg.

02

Viel Bewegung

Kleine Gruppen, kurze Wartezeiten, viel Dribbeln, viele Tore.

🚀 03

Wenig erklären

Kurze Regeln, bildhafte Sprache, schnell ins Spielen kommen.

"Ein Kind lernt beim Spielen. Es spielt jedoch nie, um zu lernen, sondern weil es Freude an seiner Tätigkeit empfindet."

Prof. Dr. Renate Zimmer


Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt „Frühe Kindheit“ und Professorin für Sportwissenschaft

<div class="editor-content"><p><strong><span style="font-size: 1.125rem">Prof. Dr. Renate Zimmer</span></strong></p></div>, <div class="editor-content"><br><p><span style="color: #FFFFFF">Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt „Frühe Kindheit“ und Professorin für Sportwissenschaft</span></p></div>

Bambini Training: So wird aus Chaos Begeisterung


Bambini Training ist kein Fußballtraining für Erwachsene in klein. In der G-Jugend geht es zuerst darum, Kinder für Bewegung, Fußball und den Verein zu begeistern. Die wichtigste Frage ist deshalb nicht: Haben alle Kinder die Übung perfekt verstanden? Sondern: Waren die Kinder aktiv, hatten sie viele Aktionen mit Ball und freuen sie sich auf das nächste Training?

Gerade im Bambini Fußballtraining brauchen Kinder einfache Regeln, kurze Erklärungen und Aufgaben, die sofort in Bewegung bringen. Fangspiele, Dribbelspiele, kleine Spielformen wie 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 und ein Abschlussspiel gehören deshalb in fast jede Einheit. So sammeln die Kinder viele Erfolgserlebnisse, lernen ihren Körper besser zu koordinieren und entwickeln Schritt für Schritt ein Gefühl für Ball, Mitspieler und Raum.

Worauf Bambini-Trainer besonders achten sollten

Kleine Gruppen bilden: Weniger Kinder pro Feld bedeuten mehr Ballkontakte, mehr Tore und weniger Wartezeit. Gerade im G-Jugend Training sind kleine Spielformen oft deutlich wertvoller als große Gruppenübungen.

Wenig erklären, viel vormachen: Bambinis lernen besser über Bilder, Geschichten und direkte Erfahrung als über lange Ansprachen. Eine kurze Erklärung, einmal vormachen und dann schnell starten — das funktioniert meistens besser als jede perfekte Trainingsansprache.

Bewegung vor Technik: Werfen, Fangen, Springen, Rennen, Reagieren und Dribbeln sind wichtige Bausteine für gutes Bambini Training. Nicht jede Aktion muss direkt „nach Fußball“ aussehen. Viel wichtiger ist, dass die Kinder vielseitige Bewegungserfahrungen sammeln.

Das Abschlussspiel fest einplanen: Kinder kommen ins Training, um Fußball zu spielen. Das Abschlussspiel sollte deshalb kein Restprogramm sein, sondern ein fester Bestandteil jeder Bambini-Einheit.

Chaos ein Stück weit zulassen: Im Bambini Fußballtraining läuft selten alles exakt nach Plan. Das ist normal. Entscheidend ist, dass die Kinder in Bewegung sind, viele Aktionen haben und mit Freude dabei bleiben.

Organisation: So wird Bambini Training entspannter

Gute Organisation macht Bambini Training deutlich leichter. Baue vor Trainingsbeginn ein kleines Spielfeld auf, damit die ersten Kinder direkt loslegen können. So vermeidest du Leerlauf und hast Zeit, die nächsten Kinder zu begrüßen oder letzte Dinge vorzubereiten.

Hilfreich ist außerdem ein fester Ort für Trinkflaschen. Eine Getränkebox am Spielfeldrand sorgt dafür, dass Trinkpausen schneller funktionieren und nicht jedes Kind quer über den Platz läuft. Auch klare Start- und Abschlussrituale geben Kindern Sicherheit: ein kurzer Kreis zu Beginn, ein gemeinsamer Spruch am Ende oder eine kleine Abschlussrakete.

Bei größeren Gruppen lohnt sich Stationstraining. Eine Station kann ein Fang- oder Bewegungsspiel sein, eine zweite Station ein Dribbelspiel oder 1 gegen 1, eine dritte Station eine kleine Spielform auf Minitore. So sind mehr Kinder gleichzeitig aktiv und du kannst Eltern oder Co-Trainer einfacher einbinden.

Eltern als Unterstützung nutzen

Eltern spielen im Bambini-Bereich eine wichtige Rolle. Für viele Kinder sind sie ein Sicherheitsfaktor, gerade wenn die Trainingssituation noch neu ist. Gleichzeitig brauchen auch Eltern klare Orientierung. Statt nur zu verbieten, gibst du ihnen Leitplanken: Was dürfen sie? Was stört den Trainingsablauf und die Kinder?

Binde Eltern lieber aktiv ein, statt sie nur am Rand stehen zu lassen. Sie können Tore tragen, Schuhe binden, Stationen betreuen oder bei Spielfesten helfen. Wenn du früh erklärst, welche Rolle Eltern im Bambini Training haben, entstehen später weniger Missverständnisse.

Das Ziel jeder Bambini-Einheit

Ein gutes Bambini Training braucht keine komplizierten Übungen. Es braucht viele Ballaktionen, einfache Aufgaben, Bewegung, Erfolgserlebnisse und Trainerinnen oder Trainer, die Begeisterung ausstrahlen.

Wenn die Kinder mit einem Lächeln kommen und mit einem Lächeln gehen, hast du als Bambini-Trainer schon sehr viel richtig gemacht.


Übung 1: Hai-Kane - Bambini-Version von 'King of the Court'

Wenn wir nach Lieblingsübungen fragen, kommt immer wieder eine Antwort: King of the Court!

Spieler und Trainer lieben diese Übung! Also darf sie auch nicht im Bambinitraining fehlen. Sie vereint zwei für Kinder spannende Elemente: 1-gegen-1 und Wettrennen. So war die häufigste Frage beim Videodreh: "Können wir das nochmal machen?"


Tipp: Achte auf kurze Wartezeiten! Hast du mehr Spieler als im Video, kannst du die einzelnen Gruppen schnell hintereinander starten lassen.


PS: Sorry für den schlechten Wortwitz. Die Übung ist Teil unserer 'Hai'-Trainingseinheit!

„Kinder werden im besten Lernalter als Nummerndecker dressiert. Man befiehlt ihnen wie Hündchen, lauf dem oder dem hinterher. Sie werden in ihrem Kindsein völlig reduziert. Denn eigentlich wollen Kinder entdecken, den Ball erobern, Pirat sein.”

Ralf Rangnick

<div class="editor-content"><p><span style="font-size: 1.125rem"><strong>Ralf Rangnick</strong></span></p></div>,

5 Trainer-Tipps für Bambini-Training

1. Mach als Trainer/in aktiv mit

Gerade bei Fangspielen, Laufspielen oder kleinen Wettkämpfen ist es extrem wertvoll, wenn du als Trainer/in selbst mitmachst. Du bist dann nicht nur Beobachter am Rand, sondern ein aktiver Teil des Spiels.

Das hat mehrere Vorteile: Du kannst die Intensität direkt steuern, Kinder gezielt ins Spiel bringen und dafür sorgen, dass niemand lange herumsteht. Wenn ein Kind sich eher versteckt oder unsicher ist, kannst du bewusst in seine Nähe laufen, es einbinden oder ihm ein Erfolgserlebnis ermöglichen. Wenn zu wenig passiert, kannst du die Dynamik erhöhen.

Noch wichtiger: Du bist ein Vorbild. Wenn du selbst mit Freude rennst, lachst, ausweichst oder dich fangen lässt, merken die Kinder: Bewegung macht Spaß. Gerade im Bambini Fußballtraining wirkt deine Energie oft stärker als jede Erklärung.

Ein einfaches Beispiel: Statt nur zu sagen „Ihr spielt jetzt Fangen“, wirst du selbst zum Fänger. Plötzlich wollen alle weglaufen, alle sind wach und die Übung bekommt sofort mehr Leben.


2. Baue Übungen Schritt für Schritt auf

Viele Bambini-Übungen scheitern nicht, weil die Übung schlecht ist, sondern weil sie zu schnell zu komplex wird. Kinder in der G-Jugend brauchen Zeit, um ein Feld, Regeln und Abläufe zu verstehen. Deshalb hilft es, Übungen Stück für Stück aufzubauen.

Starte so einfach wie möglich. Erst lernen die Kinder nur den Raum kennen: „Ihr müsst es gleich durch den Fluss von der einen Seite zur anderen Seite schaffen. Macht das mal!“ Das reicht für den Anfang. Die Kinder bewegen sich, verstehen die Richtung und du siehst, ob alle die Aufgabe verstanden haben.

Im nächsten Schritt kommt der Gegner dazu: „Jetzt müsst ihr wieder über den Fluss kommen, aber passt auf: Das Flussmonster will euch fangen.“ Anfangs kannst du selbst das Flussmonster sein. Später können die Kinder beide Aufgaben (Fänger und Gejagte) abdecken. 

Erst wenn das funktioniert, kannst du die Übung erschweren. Aus Laufen wird Dribbeln. Aus einem Fänger werden mehrere Fänger.

So bleibt die Aufgabe verständlich, aber bekommt immer wieder neue Reize.

Dieser Aufbau ist im Bambinitraining Gold wert: erst einfach starten, dann steigern. Nicht alles auf einmal erklären.


3. Beobachte die Kinder: Sie zeigen dir, wann es weitergeht

Im Bambini-Training muss nicht jede Übung exakt fünf, acht oder zehn Minuten dauern. Die Kinder zeigen dir ziemlich deutlich, ob eine Übung noch funktioniert.

Solange der Großteil der Gruppe aktiv ist, viel läuft, Spaß hat und konzentriert bei der Sache bleibt, kannst du eine Übung ruhig länger laufen lassen. Gerade wenn ein Fangspiel oder Dribbelspiel richtig gut funktioniert, musst du nicht sofort wechseln, nur weil es im Trainingsplan so steht.

Fällt die Intensität ab, wird viel herumgestanden, diskutiert oder Quatsch gemacht, ist das ein Zeichen: Die Aufgabe braucht neue Energie. Dann hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du variierst die Übung oder du wechselst zur nächsten Form.

Variationen sind oft der bessere erste Schritt. Ein neues Ziel, eine neue Rolle, ein zweiter Fänger, ein Ball am Fuß, ein Zeitlimit oder eine kleine Zusatzaufgabe können sofort wieder Dynamik reinbringen. So bleibt das Bambini Fußballtraining abwechslungsreich, ohne dass du ständig komplett neue Übungen erklären musst.

Ein guter Leitsatz: Nicht der Trainingsplan bestimmt, wann gewechselt wird — die Kinder tun es.


4. Kommuniziere kindgerecht und lebendig

Bambini brauchen keine langen Aufgabenstellungen. Sie brauchen Bilder, Geschichten und eine Stimme, die sie mitnimmt. Deine Kommunikation entscheidet oft darüber, ob eine Übung zündet oder nicht.

Nutze bildhafte Sprache. Aus einem Fangspiel wird „Piraten gegen Haie“. Aus einem Dribbling wird „Schatztransport“. Aus einem Torschuss wird „Kanonen abfeuern“. Aus einer technischen Bewegung kann ein einfaches Bild werden: „Dein Fuß schwingt wie eine Glocke.“ Solche Bilder verstehen Kinder schneller als abstrakte Technikbegriffe.

Auch deine Stimme ist wichtig. Wenn du monoton erklärst, verlierst du Bambinis schnell. Wenn du Spannung aufbaust, leiser wirst, plötzlich lauter wirst oder eine kleine Geschichte erzählst, sind die Kinder viel eher dabei.

Clever ist auch, Aufgaben als Herausforderung zu formulieren. Statt „Ihr müsst jetzt alle durch das Hütchentor dribbeln“ funktioniert oft besser: „Wer schafft es, durch drei Tore zu dribbeln, ohne dass das Monster den Ball klaut?“ Das klingt sofort nach Spiel, nicht nach Pflicht.

Kindgerechte Kommunikation heißt nicht, künstlich oder albern zu sein. Es heißt, Aufgaben so zu verpacken, dass Kinder Lust bekommen, sie auszuprobieren.


5. Lieblingsübungen wiederholen

Kinder lieben Abwechslung. Aber sie brauchen auch Routine. Manche Übungen machen so viel Spaß, dass die Kinder gar nicht genug davon bekommen können. Es ist also kein Problem, wenn du diese Lieblingsübungen regelmäßig in dein Bambini-Training einbaust. Oder hast du schon einmal gehört: „Oh Mann, schon wieder Abschlussspiel!“?

Ein großer Vorteil: Je besser die Kinder eine Übung kennen, desto weniger musst du erklären. Irgendwann reicht schon der Name der Übung, eine kurze Einteilung und die Kinder sind direkt in Bewegung. Das spart Zeit, reduziert Wartezeiten und sorgt dafür, dass mehr echte Trainingszeit auf dem Platz entsteht.

Trotzdem muss Wiederholung nicht langweilig sein. Über kleine Variationen kannst du bekannte Übungen immer wieder neu beleben: Verändere die Feldgröße, die Anzahl der Fänger, die Tore, die Startposition oder gib den Kindern eine Zusatzaufgabe. So bleibt die Übung vertraut, bekommt aber trotzdem neue Dynamik.

Im Bambini-Training ist das Wiederholen von Übungen deshalb kein Zeichen von Einfallslosigkeit, sondern ein echtes Werkzeug: Die Kinder fühlen sich sicher, kommen schneller ins Spielen und du kannst die Intensität besser steuern.

Bambini-Übung 2: Der Klassiker der Kinder-Spiele

Wer kennt es nicht aus dem Sportunterricht? Das beliebteste Fangspiel darf natürlich auch nicht im Bambini-Training fehlen. Durch Hinzunahme des Balles wird aus dem Spiel eine Dribbel- und Zweikampf-Übung. 


Im Video erfährst du außerdem, wie du neue Übungen und Trainingsformen Stück für Stück "aufbauen" kannst. Feld kennen lernen, Fänger hinzunehmen und weiter erschweren (Dribbling mit Ball am Fuß).

Schluss mit langem Suchen und Übungen, die nicht funktionieren!

Jede Woche eine Bambini-Trainingseinheit in dein Mail-Postfach. Du musst nur noch auf einen Link klicken, ein paar kurze Videos schauen und kannst dir sicher sein, dass sich deine Spieler mit Spaß entwickeln.

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Übung 3: Spaß durch Geschichten

Beim Oktopus-Fangen beschützen zwei Kraken ihre Schätze. Die Diebe müssen geschickt zwischen Mut und Geduld abwägen. Das erzeugt Spannung & Spaß.

Und auch das Verteidigen der Schätze mit den ungewöhnlichen Tentakeln bereitet sichtlich Freude.

Perfekt für Bambinitraining.

Bambini-Übung 4: Passspiel spielerisch lernen

Für die Bambini-Kicker verpackt in einer lebendigen Geschichte, in der Zauberer gegen Riesen um den Wald kämpfen. Deine Schützlinge werden spielerisch ans Passspiel herangeführt und erfreuen sich am Umschießen der Pylonen.


Der Schlüssel zum Erfolg: zielen, schnell dribbeln und richtig dosieren!

Ausgewählte Fußballübungen und Trainingseinheiten für die G-Jugend (Bambini)

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Inhalte für dein Bambini-Training im Überblick

"Für mich ist die Videoplattform von ADVANCE.FOOTBALL der beste Begleiter im Alltag eines Kinder- und Jugendtrainers. Endlich gibt es eine Möglichkeit, gute Fußballinhalte strukturiert, hochwertig, nachhaltig und digital dargestellt zu bekommen. Hier wird die Digitalisierung sinnstiftend und mehrwertbringend eingesetzt, um den Fußball positiv zu beeinflussen."

Johannes Meyer | Teamleiter Kinderfußball | VfL Wolfsburg

<div class="editor-content"><p>Johannes Meyer | <span>Teamleiter Kinderfußball</span> | VfL Wolfsburg</p></div>,